Angststörungen

Angststörungen sind weit verbreitet und können das tägliche Leben erheblich beeinflussen. Sie sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die durch übermäßige Sorgen, Ängste und Furcht gekennzeichnet sind. Sie können unterschiedliche Formen annehmen, darunter generalisierte Angststörung, soziale Angststörung, Panikstörung und spezifische Phobien.
Betroffene können folgenden physische Symptome aufweisen: Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Magenprobleme. Oftmals vermeiden Betroffene auch soziale Situationen aus Angst vor negativem Urteil und ziehen sich sozial zurück. Auch Panikattacken sind keine Seltenheit und nehmen Betroffene plötzlich ein, sodass körperliche Symptome wie Herzrasen oder Atemnot hervorgerufen werden können. 
Im beruflichen Kontext ist es wichtig, dass Arbeitgeber eine Kultur fördern sollten, die mentale Gesundheit am Arbeitsplatz respektiert und unterstützt und für solche Themen sensibilisiert. 
Ein Verständnis für Angststörungen und ihre Auswirkungen am Arbeitsplatz ist entscheidend, um eine unterstützende Umgebung zu schaffen. Durch offene Kommunikation sowie Sensibilisierung können Arbeitgeber und Kollegen dazu beitragen, dass Menschen mit Angststörungen erfolgreich im Berufsumfeld agieren können. 

07. Februar 2024

Unterstützung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz

03. Januar 2024

In der modernen Arbeitswelt, wo der Druck oft hoch ist, ist es entscheidend, dass Kollegen einander unterstützen, insbesondere wenn es um psychische Gesundheit geht. Hier sind einige Zeichen, die darauf hinweisen können, dass jemand am Arbeitsplatz psychisch belastet ist, sowie Tipps, wie Kollegen und Vorgesetzte helfen können:


1. Zeichen der psychischen Belastung:

  • Verändertes Verhalten: Plötzliche Veränderungen in der Arbeitsweise, Unpünktlichkeit oder sozialer Rückzug können auf psychische Belastungen hindeuten.
  • Stimmungsschwankungen: Häufige Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder übermäßige Niedergeschlagenheit sind Anzeichen für mögliche psychische Herausforderungen.
  • Körperliche Symptome: Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme oder häufige Krankheitszeichen können auf eine zugrunde liegende Belastung hinweisen.


2. Wie Kollegen unterstützen können:

  • Offene Kommunikation: Schaffen Sie ein offenes Umfeld, in dem Kollegen sich sicher fühlen, über ihre Gefühle zu sprechen, ohne Angst vor Stigmatisierung.
  • Empathie zeigen: Zeigen Sie Interesse an den Gefühlen und Erfahrungen Ihrer Kollegen und nehmen Sie sich Zeit, zuzuhören.
  • Konkrete Hilfe anbieten: Bieten Sie konkrete Unterstützung an, sei es durch Aufgabenübernahme, flexible Arbeitszeiten oder Unterstützung bei der Suche nach professioneller Hilfe.

 

3. Wie Vorgesetzte reagieren können:

  • Sensibilisierung: Sensibilisieren Sie Ihr Team für das Thema psychische Gesundheit und betonen Sie die Wichtigkeit von Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
  • Ressourcen bereitstellen: Stellen Sie Ressourcen oder Informationen zu psychologischer Unterstützung zur Verfügung.
  • Flexibilität bieten: Erlauben Sie – wenn möglich - flexible Arbeitszeiten oder Anpassungen, um Mitarbeitern Raum für die Bewältigung persönlicher Herausforderungen zu geben.
     

 

4. Tipps für den richtigen Umgang:

  • Urteilsfreiheit: Vermeiden Sie Vorurteile und Urteile. Jeder geht durch unterschiedliche Herausforderungen, und ein unterstützendes Umfeld sollte frei von Vorurteilen sein.
  • Respektiere die Privatsphäre: Achten Sie darauf, die Privatsphäre zu respektieren und drängen Sie nicht zu persönlichen Details, es sei denn, die Person fühlt sich dazu bereit.
  • Gemeinschaft fördern: Stärken Sie den Zusammenhalt im Team. Eine unterstützende Gemeinschaft kann einen positiven Einfluss auf die mentale Gesundheit haben.


Die Förderung einer Kultur der Achtsamkeit und Unterstützung am Arbeitsplatz ist nicht nur für das individuelle Wohlbefinden entscheidend, sondern trägt auch zu einer gesunden und produktiven Arbeitsumgebung bei. Indem wir einander unterstützen und auf die Bedürfnisse unserer Kollegen achten, können wir gemeinsam die Herausforderungen der psychischen Belastung überwinden.
 

Stressfrei durch die Vorweihnachtszeit

06. Dezember 2023

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und ist für viele von uns eine Zeit der Freude, des Zusammenkommens und der besinnlichen Momente. Gleichzeitig kann sie jedoch auch eine Herausforderung für unsere mentale Gesundheit darstellen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext. Die Kombination aus persönlichen Verpflichtungen und dem Druck, berufliche Ziele vor dem Jahresende zu erreichen, kann zu einem spürbaren Anstieg des eigenen Stresslevels führen. Es ist wichtig, dass wir uns dieser Herausforderung bewusst sind und proaktiv Maßnahmen ergreifen, um unsere mentale Gesundheit zu schützen.


Hier sind einige Tipps, wie wir Stress während der Vorweihnachtszeit am Arbeitsplatz vorbeugen können: 

  1. Prioritäten setzen: Identifizieren Sie die wichtigsten beruflichen Aufgaben und persönlichen Verpflichtungen. Setzen Sie klare Prioritäten, um Überlastung zu vermeiden.
  2. Zeitmanagement: Planen Sie realistische Zeitfenster für Aufgaben und erlauben Sie sich Pausen. Effizientes Zeitmanagement reduziert nicht nur den Stress, sondern erhöht auch die Produktivität.
  3. Kommunikation: Sprechen Sie offen mit Kollegen, Kolleginnen und Vorgesetzten über die Arbeitslast. Klare Kommunikation hilft, wie so oft, realistische Erwartungen zu setzen und Unterstützung zu erhalten, wenn nötig.
  4. Selbstfürsorge: Nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich selbst. Ob es ein kurzer Spaziergang, Meditation oder ein Hobby ist - finden Sie Aktivitäten, die Ihnen Energie und Entspannung schenken.
  5. Teamarbeit: Teilen Sie Aufgaben im Team auf und fördern Sie eine unterstützende Arbeitsumgebung. Gemeinsame Anstrengungen können den Druck reduzieren und die Teamdynamik stärken.
  6. Grenzen setzen: Erlauben Sie sich, Nein zu sagen, wenn die Belastung zu groß wird. Es ist wichtig realistisch zu bleiben und die eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.


Die Vorweihnachtszeit sollte eine Zeit der Freude und des Zusammenseins sein. Durch achtsames Selbstmanagement und die Förderung einer unterstützenden Arbeitskultur können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die mentale Gesundheit am Arbeitsplatz während dieser stressigen Zeit zum Jahresabschluss geschützt wird. 
 

Resilienz am Arbeitsplatz stärken

01. November 2023

Resilienz am Arbeitsplatz bedeutet die Fähigkeit, inmitten von Stress und Veränderungen standhaft zu bleiben und sogar gestärkt hervorzugehen. Die sieben Säulen der Resilienz stützen die Fähigkeit,  Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. 

  1. Akzeptanz: Nehmen Sie Situationen, die Sie nicht mehr ändern können, an und lassen Sie die Vergangenheit vergangen sein.
  2. Optimismus: Blicken Sie positiv in die Zukunft und glauben Sie an den guten Verlauf der Dinge.
  3. Lösungsorientierung: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Zukunft und damit auf Lösungen. Sie gehen grundsätzlich davon aus, dass Probleme gelöst werden können.
  4. Selbstfürsorge: Entwickeln Sie eine für Sie passende Work-Life-Balance. Was tut Ihnen gut und wie passen kleine Erholungspausen in Ihren Arbeitsalltag
  5. Netzwerkorientierung: Ein großes soziales Netzwerk, Erfahrungsaustausch mit Kollegen oder auch gemeinsames Lachen und gegenseitige Hilfe verstärken das Wir-Gefühl, welches insbesondere in schwierigen Zeiten besonders hilfreich ist.
  6. Selbstwirksamkeit: Dies bedeutet Eigenverantwortung zu übernehmen und die Opferrolle zu verlassen, zu schauen wo der eigene Anteil in einer schwierigen Situation ist. Passivität verlassen und aus eigener Kraft eine missliche Situation verlassen.
  7. Zukunftsorientierung: Eine flexible Anpassung an jegliche Situationen wie beispielsweise neue Arbeitsanforderungen oder andere Arbeitsbedingungen ist notwendig.


Stärken Sie ihre Resilienz und bewältigen Sie so auch stressige Phasen am Arbeitsplatz. 
 

Das Kohärenzgefühl

04. Oktober 2023

In unserem letzten Post zum Thema "Mentale Gesundheit" haben wir gesagt, dass psychische Belastungen bei unterschiedlichen Personen auch unterschiedliche Auswirkungen haben. Dies ist abhängig von den individuellen Ressourcen einer Person. Das Modell der Salutogenese beantwortete die Frage, welche Ressourcen eine Person benötigt, um Problemen lösen und Herausforderungen bewältigen zu können. Nach dem Soziologen Aaron Antonovsky  (1987) setzt sich die Salutogenese bzw. das Kohärenzgefühl   (SOC = Sense of Coherence) aus folgenden drei Komponenten zusammen:

  1. Verstehbarkeit: Man erlebt die Welt als strukturiert, vorhersehbar und erklärt.
  2. Handhabbarkeit: Man ist überzeugt, dass man geeignete Ressourcen besitzt, um Herausforderungen bewältigen zu können.
  3. Sinnhaftigkeit: Man hat das Gefühl, dass das Leben und Tun einen Sinn hat und es sich lohnt, Energie in die Bewältigung von Problemen zu investieren.



 

Wenn alle Komponenten erfüllt sind, ergibt sich ein Gefühl von Kohärenz (SOC), welches für die allgemeine Lebenszufriedenheit relevant ist. Eine Person mit einem guten und starken SOC ist demnach viel besser in der Lage seinen vorhandenen Ressourcen und Coping-Strategien zur Bewältigung von Stress oder Problemen zu nutzen, als jene mit einem schwachen SOC. Während der Arbeit entsteht Stress beispielsweise durch Termin- oder Leistungsdruck, durch unklare Rollenverteilungen oder durch ein schlechtes Arbeitsumfeld, aber auch unzureichende Anerkennung oder nicht gelöste Konflikte sind psychosoziale Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen. Die daraus entstehenden Folgen zeigen sich durch Unzufriedenheit, Depression, Schlafstörung oder andere psychosomatische Erkrankungen.


Tipps zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz

Prioritäten setzen, Pausen einlegen, Atemübungen sowie offene  Kommunikation mit Kollegen oder Vorgesetzten und eine gesunde Selbstfürsorge. 
 

Der Unterschied von psychischer Belastung und psychischer Beanspruchung

06. September 2023

In der Arbeitswelt verursacht nicht nur die physische Belastung Schäden, sondern auch die psychische Belastung, welche zunehmend an Bedeutung gewinnt. „Psychische Belastung ist die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch -auf ihn einwirken.“ (DIN EN ISO 10075-1). Eine Belastung hat grundsätzlich weder negative noch positive Auswirkungen. Psychische Belastungen sind neutral. Zu den Einflüssen zählt die DIN-Norm im beruflichen Kontext insbesondere die Arbeitsaufgabe, die Arbeitsmittel, die Arbeitsumgebung, die Arbeitsorganisation sowie den Arbeitsplatz. 

Der Begriff Psychische Beanspruchung wird definiert als „die unmittelbare (nicht die langfristige) Auswirkung der psychischen Belastung im Individuum in Abhängigkeit von seinen jeweiligen überdauernden und augenblicklichen Voraussetzungen, einschließlich der individuellen Bewältigungsstrategien“ (DIN EN ISO 10075-1). 

Somit sind beide Begriffe wertneutral zu betrachten. Jedoch können psychische Belastungen bei unterschiedlichen Personen andere Wirkung zeigen. Dies ist abhängig von den individuellen Ressourcen einer Person, ein Problem bewältigen zu können.
 

Was bedeutet mentale Gesundheit?

02. August 2023

Dieser Beitrag ist der erste Teil unserer Serie "Mentale Gesundheit". In den kommenden Monaten werden wir Ihnen mit dieser Reihe Tipps, Ratschläge und Informationen rund um das Thema "Mentale Gesundheit" geben. Den Begriff haben Sie sicherlich schon einmal gehört. Doch was genau steckt eigentlich dahinter? 

Die mentale Gesundheit einer Person ist Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und sozialer Teilhabe. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert mentale Gesundheit folgendermaßen: 

  • Mentale Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit psychischer Erkrankungen.
  • Mentale Gesundheit ist integraler Bestandteil von Gesundheit, d.h. es gibt keine vollkommene Gesundheit ohne psychische Gesundheit.
  • Mentale Gesundheit wird durch verschiedene sozioökonomische, biologische sowie umweltbedingte Faktoren beeinflusst. 
     

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